Montag, 14. Oktober 2013

Australian Wildlife, Traumstrände & ein ganzer Haufen Deutsche!


Ohne Feiertag in dieser Woche und daher auch mit ein bisschen Verspätung kommt hier Blogeintrag Nummer 2!

Nachdem ich in der ersten Woche hier in Sydney noch weitestgehend von tierischen Begegnungen verschont geblieben bin, kam es dann dafür gleich umso heftiger in Woche 2. Und wenn ich 'tierisch' schreibe, meine ich damit leider keine Koalas und Kängurus sondern genau die Tiere, die ich nicht in Australien treffen wollte.
Da steige ich also am Dienstagmorgen nichts ahnend in den Bus ein und plötzlich meint die Frau auf dem Sitz neben mir zu einer Mutter mit ihrem Kinderwagen "umm-excuse me, there is a huge spider right there!". Spätestens bei 'spider' haben dann zusammen mit mir noch mindestens 10 andere Leute auf den Wagen geschaut und ich war in meinem Leben noch nicht so schnell vom vorderen im hinteren Busteil. Diese Spinne war wirklich das ekelhafteste und riesigste Insekt, was ich je gesehen hab und wäre ich nicht vor Angst am zittern gewesen, hätte ich wohl ein Foto machen können. Nachdem aber sogar die Australier im Bus alle verdammt unruhig wurden, als dieses 10cm behaarte Vieh anfing rumzukrabbeln, hat sich jemand erbarmt, seinen FlipFlop ausgezogen und die Spinne (man hat mir danach erzählt man nennt diese Monsterteile "Huntsman Spider" - wer sich traut kann ja mal googlen) unter Applaus getötet. Ich erkläre ihn hiermit zum Held der Woche.
Neben den Spinnen gibt es hier außerdem überdimensional große Kakerlaken und Motten. Dank letzteren hatte ich von Mittwoch bis Freitag schlaflose Nächte und nach zahllosen Tötungsversuchen hab ich es am Freitagmorgen um 7:37h dann endlich auch geschafft. Soviel zu meinen Tierbegegnungen. Yay.

Natürlich hab ich mich hier inzwischen aber nicht nur mit den süßen Krabbeltieren angefreundet, sondern auch ein paar echt nette Leute kennen gelernt, nachdem wir am Mittwochabend in Surry Hills ein Intern Meeting hatten. Dort wurden dann auch sofort Pläne fürs Wochenende (und wie wir Deutschen das wohl so machen auch für die nächsten Monate) geschmiedet und es hieß erstmal: auf zum Strand.
Bevor wir aber Samstags unseren Trip an den Manly Beach im Norden von Sydney gestartet haben, hab ich mich Freitag mit einer Kommilitonin aus München, die momentan ein Auslandssemester macht (Servus, Carla! (: ) zum Lunch getroffen und mir den Weg zur Uni erklären lassen. Dort angekommen hab ich mich zuerst gefühlt wie in einem Harry-Potter-Film und anschließend gewundert, warum alle in komischen Roben und mit Hüten rumlaufen, bis mir plötzlich klar wurde, dass wohl heute Graduation Day sein muss.

Dem war dann natürlich auch so und als ich in den wunderschönen Innenhof gelaufen bin, wovon mich niemand abgehalten hat, waren überall weiße Zelte mit Muffins, Sekt und Orangensaft aufgebaut und da ich nicht die einzige in Shorts und FlipFlops war, hab ich mich einfach mal bedient. War lecker.
Innenhof der University of Sydney
Samstag ging es dann aber endlich mit Isabella, Rebekka, Marvin und Wladimir mit der Fähre rüber nach Manly, wo einer der schönsten Strände in der Umgebung sein soll. Marius, auch Praktikant aus Deutschland, hat dort seinen Homestay und kam uns an die Anlegestelle abholen, sodass wir uns nicht verlaufen konnten (aber keine Angst, das hab ich diese Woche noch wesentlich spektakulärer geschafft). Keine 300m weiter waren wir auch schon am Strand und wurden nicht enttäuscht. Bei bestem Wetter und tollen Wellen haben wir uns das Surfen schonmal theoretisch näher gebracht (aber hauptsächlich einfach nur in der Sonne gelegen).
Extreme Posing mit geliehenem Surfbrett :D


Nach einem wunderschönen Tag am Strand sind wir zum Abschluss am Hafen von Sydney noch in die Opera Bar, da unsere Haare und der Rest allerdings von Sonne, Wind und Meer entsprechend zerstört sind, lass ich die Bilder davon mal weg (;

Damit ihr aber noch ein bisschen was zum Anschauen habt, kommt hier die bebilderte Story von unserem "Coogee-to-Bondi-Beach-Walk" am Sonntag. Der Plan war, wie der Name schon sagt, einen schönen Küstenspaziergang vom Coogee Beach zum Bondi Beach zu machen und zwischendurch die Strände genieße, an denen man vorbeikommt. Soweit so gut. Also haben sich Pauline, eine weitere deutsche Praktikantin hier in Sydney, Pavithra, eine Inderin, die ich bei der Fleet Review kennen gelernt hab und ich uns um 1 Uhr getroffen und wollten los. Allerdings waren es statt angekündigten 30, verdammt heiße 36 Grad und wir waren schon fix und fertig vom Liegen am Strand - wie sollten wir da 6km schaffen?! Aber wir wollten ja unbedingt. Also Wasserflaschen aufgefüllt und los. Hochmotiviert sind wir einfach mal drauf losgelaufen, fest überzeugt davon, es sei die richtige Richtung. Was soll ich sagen - es war sie nicht.
Das ist uns leider erst nach unfassbar anstrengenden 1,5km aufgefallen, als uns ein nettes Paar darauf hingewiesen hat, dass der Bondi Beach vom Coogee Beach aus im Norden und nicht im Süden liegt. Nach dem 1,5km-Rückweg waren wir dann so demotiviert, dass eine Pause bei McDonalds angesagt war - ich war noch nie so dankbar für Eiswürfel im Getränkebecher.
Als es um halb 4 immer noch zu heiß war um weiter zu gehen (bzw. erstmal zu starten) haben Pauline und ich uns erstmal ein bisschen im Meer abgekühlt bevor wir es um 5 dann wieder angegangen sind. Und dann war es einfach nur noch schön. Von Coogee aus kommt man zuerst in eine kleine Bucht namens 'Gordon's Bay' - für mich der schönste Spot auf dem ganzen Weg.
Danach läuft man in dieser Reihenfolge über Clovelly Beach, Bronte Beach und Tamarama Beach - jeder Strand ein Highlight für sich - bevor man schließlich an Sydneys größtem und berühmtesten Strand, dem Bondi Beach, ankommt. Kurz bevor wir das allerdings geschafft haben und die Sonne schon ziemlich weit unten war, entdeckt Pauline in einer Bucht vom Tamarama Beach plötzlich Delfine! Unfassbar schön! Wir standen alle drei fasziniert bestimmt 15 Minuten da und haben einfach nur geschaut (und tausende Bilder davon gemacht) wie ein ganzer Schwarm Delfine durchs Meer schwimmt. Das war dann auch der perfekte Abschluss des doch sehr anstrengenden Tages und ich bin gestern Abend fix und fertig in mein Bett gefallen.

Noch gut gelaunt auf dem falschen Weg...

Die falsche Richtung - auch schön! (:

Abkühlung am Coogee Beach


Gordon's Bay

(:

Der 'richtige' Weg (;

Clovelly Beach

Bronte Beach - die Sonne ging langsam unter...

Delphine am Tamarama Beach! (:

Finally - Bondi Beach!



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